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1. Distelmatten

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5. Suhrer Chopf Lätt

6. Wynaaue

Amphibientümpel Distelmatten

Einen wertvollen Kontrast zu den intensiv bewirtschafteten Äckern der Suhre-Ebene bilden die Amphibientümpel in den Distelmatten. Sie wurden auf Initiative der Stiftung Galeggen angelegt. Der Kanton unterstützte die Idee und ermöglichte die Aufweitung der Suhre bei den Tümpeln. Seit 2008 gehört das Gebiet BirdLife Aargau, dem Dachverband der aargauischen Natur- und Vogelschutzvereine.

Zielarten in den Tümpeln sind die auf Pioniergewässer spezialisierten Amphibienarten, insbesondere Kreuzkröte und Gelbbauchunke. Beide Arten konnten bereits im Jahr nach dem Bau gehört respektive gesehen werden. Ein grosser Erfolg!

Damit die Tümpel für diese Arten interessant bleiben, muss verhindert werden, dass sie zuwachsen. Einerseits wird die unmittelbare Umgebung daher regelmässig mit dem Grubber bearbeitet, andererseits weiden im Gebiet von Frühling bis Herbst einige Schweine. Mit ihrem Rüssel „pflügen“ sie die Umgebung der Tümpel durch und halten so den Boden offen.

Foto: hrk

Die Tümpel im Dezember 2009

Die Wollschweine bei der „Arbeit“ (Sommer 2008)

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Obertel

Auf der Michaeliskarte von 1840 und der Siegfriedkarte von 1880 sind als „Vorder Oberthal und Hinter Oberthal“ zwei Gebäude aufgeführt.

Heute ist abgesehen von einer Wiese mit einzelnen alten (Obst)Bäumen vom „Hinter Oberthal“-Hof nichts mehr übrig. Ein Teil der einst offenen Flächen im „Bachthalen“ ist wieder bewaldet.

Foto: hrk Obertel im Winter: Gut zu erkennen die alten Obstbäume

Naturschützerisch wertvoll sind die feuchten, mageren Wiesen sowie der Tümpel. Der künstlich angelegte Folientümpel wird gespiesen vom Überlauf einer Quellfassung.

Siegfriedkarte 1880; Quelle: www.ag.ch/agis

Jährlich werden durch Mitglieder des NVV die nähere Umgebung des Tümpels gemäht, der Sandfang geleert und die Heckensträucher geschnitten. Alle paar Jahre muss ein Teil der Wasserpflanzen aus dem Tümpel entfernt werden, um der Verlandung entgegen zu wirken.

Obertel 2008: Um die feuchte, magere Wiese offen zu halten, werden gezielt Bäume im Randbereich entfernt. Ohne Eingriffe würde die Wiese innert weniger Jahre verbuschen. obertel_12-04_1

Im Winter 2011/12 konnte der undicht gewordene Teich saniert werden.

Foto hrk
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Obstgärten

Viele Dutzend Hochstammobstbäume hat der NVV Suhr im Rahmen von Pflanzaktionen schon gepflanzt. Ein grosser Teil geht auf die Aktion „Baumpatenschaften“ aus Anlass des 75-jährigen Bestehens unseres Vereins zurück.

So wurden auf Land von Hans Grundmann 25 Bäume gepflanzt und 50 weitere auf einer Parzelle der Gemeinde bei der Empfangsstation der Fernseh-Gemeinschaftsantenne beim Stapfenackerweg.

Die Bäume müssen regelmässig gepflegt werden. Zudem ist es für die Zielarten wichtig, dass das Wiesland unter den Bäumen möglichst extensiv genutzt wird. Auch Kleinstrukturen wie Stein- und Asthaufen oder Altgrasstreifen sind wichtige Elemente, die dem Hochstammobstgarten erst seinen vollen Wert geben.

Foto: hrk
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Stadtbach

Der Stadtbach war bis 1854 die Trink- und Brauchwasserversorung der Stadt Aarau. Ursprünglich wurde er gespeist von Grundwasseraufstössen zwischen Suhr und Unterentfelden. Erst durch die Tieferlegung der Suhre 1940 versiegten diese und das Wasser des Stadtbachs wird seither von der Suhre abgezweigt.

Als künstliches Gewässer war der Stadtbach seit je ein enges, kanalisiertes Gewässer, welches zudem jährlich für die Reinigung „abgestellt“ wurde. Erst in den letzten Jahren wurden verschiedene Anstrengungen unternommen, das Gerinne naturnäher zu gestalten. Die Stadt Aarau als Besitzerin des Baches (auf der ganzen Länge!) und verschiedene private Anstösser haben daran mitgearbeitet.

Der NVV Suhr hat in mehreren Etappen Buhnen aus Bollensteinen angelegt und diese zum Teil auch bepflanzt. Diese „Halbinseln“ engen das Gerinne des Baches unregelmässig ein. Das bewirkt, dass die Strömungsverhältnisse abwechslungsreicher und dynamischer werden und mehr Lebensräume für Fische und andere Wasserlebewesen entstehen.

Seit 2015 besteht am Stadtbach ein Audiopfad mit vielen interessanten Hör-Stationen.

Buhnen im engen Gerinne des Stadtbachs Foto hrk
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Suhrer Chopf / Lätt

2005 wurde im Rahmen einer Waldrandaufwertung der Bereich Suhrer Chopf / Lätt durch die Forstbetriebe Aarau konsequent durchforstet und ausgelichtet. Durch das auf den Waldboden fallende Licht wuchsen vor allem Eschen, aber auch Buchen „wie gesät“.

Das Pflegeziel ist ein lichter Wald mit einer artenreichen Krautschicht, die Erhaltung und Förderung der charakteristischen Eichen und Föhren sowie eine bessere Besonnung der Sandsteinfelsen.

Diese sind südexponiert und bilden einen wichtigen Lebensraum insbesondere für Reptilien. Im Bereich Kirche bis Lätt kommen Mauer-, Wald und Zauneidechse vor. Auch Blindschleichen und Ringelnattern bevölkern die nähere Umgebung.

Seit 2007 führt der NVV Suhr jährlich einen Arbeitseinsatz im Lätt durch: Der Jungwuchs wird gemäht / geschnitten und zu einem Wall entlang des Weges aufgeschichtet. So sollen die Eschen und Buchen allmählich zurückgedrängt werden und die Krautschicht soll sich besser ausbilden. Der Wall entlang des Weges soll in erster Linie Mensch und Hund davon abhalten, das Gebiet zu durchstreifen.

Besonnte Sandsteinfelsen am Waldrand im Lätt: wertvoller Lebensraum für Insekten, Spinnen, Schnecken, Reptilien u.s.w. Foto hrk
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Wyna-Aue

Das jüngste grosse Aufwertungsprojekt für die Natur in Suhr ist die neu geschaffene Wyna-Aue im Bereich des Zusammenflusses von Wyna und Suhre bei der Badi Suhr-Buchs. Der ökologische Ausgleich für das Badi-Projekt und die Längsvernetzung der Wyna und Suhre, ein Projekt des Kantons, trafen hier vorbildlich aufeinander und ermöglichten ein grosszügiges, überzeugendes Projekt.

Das Bett der Wyna wurde ausgeweitet, das Wehr entfernt und durch eine Blockrampe ersetzt. Auch das Wehr in der Suhre wird noch umgestaltet und für Fische durchgängig gestaltet.

Zudem entstehen im Bereich der Wyna-Fussgängerbrücke mehrere Feuchtbiotope für Amphibien.

Die Wyna fliesst in ihrem grosszügig breiten Bett

Erste Naturforscher in der neuen Flussaue

Fotos: hrk

September 2009: Öffentliche Begehung der Wyna-Aue